Jessica Huber Freie Rednerin
Hallo, ich bin's

Ein Brief, bevor wir uns kennenlernen.

Jessica Huber, freie Rednerin aus Köln — Porträt

Bevor wir uns kennenlernen, sollte ich vielleicht etwas gestehen. Ich war am Anfang meiner beruflichen Laufbahn im komplett falschen Beruf. Viele Jahre habe ich mit Zahlen gearbeitet. Das klang vernünftig, sicher und nach einem Plan. Das Problem war nur: Ich war weder besonders gut darin noch hatte ich Freude daran. Irgendwann wurde mir klar, dass vermutlich auffliegen würde, was ich selbst längst wusste — dass mein Interesse nie den Zahlen galt, sondern immer den Menschen.

Heute verbringe ich meine Tage damit, zuzuhören, Fragen zu stellen und Geschichten zu entdecken. Rückblickend ergibt das deutlich mehr Sinn. Eigentlich wollte ich als Kind Lehrerin werden oder Sängerin. Lustigerweise denken Menschen regelmäßig, ich würde singen, wenn ich mein Mikrofon aufbaue. Dann muss ich sie enttäuschen.

„Ich kann nur reden“, sage ich dann — und zum Glück reicht das.

Ich liebe Geschichten und grandioses Storytelling. Nach allem, was ich gehört und selbst erlebt habe, bin ich mir sicher, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Die, die Gänsehaut machen, uns schmunzelnd die Augen rollen lassen oder uns 20 Schritte nach vorne katapultieren — ob wir wollen oder nicht.

Neben der Arbeit bin ich Mama von zwei Kindern, lebe in einer Patchworkfamilie und weiß ziemlich gut, dass das Leben selten so ordentlich verläuft, wie man es sich ausgedacht hat. Vor allem aber weiß ich, dass ein Happy End möglich ist. Vielleicht mag ich Menschen auch deshalb so gerne — weil sie überraschen und widersprüchlich sein dürfen.

Ruhiges Herz.
Offener Geist.Eine Haltung, die ich liebe

Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, sage ich meistens: Kaffee trinken und mich mit Menschen unterhalten. Im Entferntesten stimmt das. Ich höre zu, stelle Fragen und versuche zu verstehen. Mein Mund ist dabei gelegentlich schneller als mein Kopf. Ich liebe trockenen Humor, am liebsten fünfmal um die Ecke gedacht. Mit Snacks kriegt man mich immer — und mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen sowieso.

Mich fasziniert, wie Menschen leben und was ihnen wichtig ist. Wofür sie kämpfen, wie und wen sie lieben, wie sie Familie verstehen und warum Dinge für sie genau so Sinn ergeben. Mich schockt wenig bis gar nichts. Ich bin offen dafür, dass hinter jeder Geschichte noch eine weitere steckt, die man von außen oft gar nicht sehen kann. Ich freue mich mit und halte aus.

Ich bin vermutlich das größte Fangirl meiner Paare und durfte schon so viele beeindruckende Persönlichkeiten verabschieden, die ich gerne kennengelernt hätte. Vielleicht ist das der Grund, warum ich meine Arbeit so mag: Weil ich jeden Tag einen tiefen, ehrlichen Blick in andere Lebenswelten werfen darf und immer wieder daran erinnert werde, wie unterschiedlich Menschen leben — und wie viel wir doch alle gemeinsam haben.

Wenn ich nach einer Zeremonie ins Auto steige, die Musik laut aufdrehe und nach Hause fahre, denke ich oft: Was für ein Privileg.

Was für ein Privileg, für einen Moment Teil eurer Geschichte gewesen zu sein. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen.

In Liebe, Jessica
8+ Jahreals freie Rednerin
500+Zeremonien begleitet
KölnZuhause & Atelier

Lust, euch kennenzulernen?